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Markus Kupferblum

Some Growl for Raoul

Time: 10 January 2019, 16h00

Venue: Grosser Saal, Anton Bruckner Privatuniversität

Markus Kupferblum: Maskenspiel
Willi Landl: Stimme
Martin Stepanik: Piano, Electronics
Renald Deppe: Klarinette, Konzeption



Der Maler, Collagist, Pamphletist, Photograph, Dichter und Lautpoet Raoul Hausmann,
geboren 1886 in Wien, wurde bekannt und gefürchtet als „Scharfrichter der bürgerlichen Seele“.
Als Dadaist der ersten Stunde und radikaler Quer- und Umdenker wohlvertrauter Wertvorstellungen
erlangte Haussmann als kämpferischer Freigeist und interdisziplinär agierender Künstler
internationale Anerkennung.
In seiner Geburtsstadt jedoch wurde das umfangreiche Œvre Hausmanns kaum rezipiert,
geriet das vieldeutige Werk des provokanten „Dadasophen“ zunehmend in Vergessenheit:
nicht eine Gasse, kein Platz wurde nach ihm benannt.
„Immerhin bin ich der größte Experimentator Österreichs“ schrieb Raoul Hausmann,
„aber niemand ist ein Prophet in seinem Vaterland. Sorry Sir.“ Sorry, Raoul Hausmann:
möge „some growl for raoul“ dich im nachhinein wohlfein ehren wie faustisch erfreuen.
„Kunst ist Kraft der Erinnerung“ lautete ein Kernsatz von dir, dem in Österreich, genauer:
im fünften Wiener Gemeindebezirk Geborenen. Nicht immer gilt und galt dieser wunderbare
Gedanke für die Kunst, für die kulturellen Lebenszeichen in und aus Österreich.
Aber immer öfter. Zum Beispiel an der Abpu in Linz.
Dort versuchen wir u.a. die folgende nicht nur das Institut für "Alte Musik und
Historische Aufführungspraxis" beschäftigende Hausmann-Frage ausführlich
und so hinter-, vorder- & abgründig als möglich gewissenhaft zu beantworten:

die mücke olga wurde von der
tarantel karoline geliebt.

wozu?


(Renald Deppe)